Akkreditierung – Was bedeutet das?


Der Begriff »Akkreditierung« (aus dem Lateinischen accredere = Glauben schenken) wird nicht nur für den Bereich der Laboratorien, sondern auch in anderen Wirtschaftsfeldern benutzt und sagt aus, dass eine anerkannte und befugte Stelle dem Unternehmen seine Kompetenz für bestimmte Tätigkeiten bescheinigt. Man spricht dann auch von sog. Konformitätsbewertungsstellen. Laboratorien erhalten also die formelle Anerkennung der Kompetenz für die einzelnen Prüfverfahren und sind im Sinne Akkreditierungsstellengesetzes (AkkStelleG) Konformitätsbewertungsstellen.

Konformitätsbewertung ist die Darlegung, dass festgelegte Anforderungen bezogen auf ein Produkt, einen Prozess, ein System, eine Person oder eine Stelle erfüllt sind.


Ziele der Akkreditierung


Wie schon die Bedeutung aus dem Lateinischen „Glauben schenken“ aussagt, ist die Akkreditierung in erster Linie eine vertrauensbildende Maßnahme. Mit der Akkreditierung soll bei Auftraggebern und Nutzern der angebotenen Dienstleistungen Vertrauen geschaffen werden. Da nun auch innerhalb Europas gleiche Bedingungen geschaffen werden, ist man dem Ziel der Harmonisierung des europäischen Marktes eingutes Stück näher gekommen.


Nutzen der Akkreditierung


Unsere langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass die Laboratorien nach der mühevollen Vorbereitungszeit und erfolgreichen Akkreditierung alle zu dem Schluss kommen, dass sich die Mühe gelohnt hat und viele Verbesserungen eingeführt werden konnten. (Selbst die anfänglich großen Skeptiker sind zu dieser Erkenntnis gelangt.) Wir haben die Laboratorien dazu befragt und konnten folgende Auswirkungen feststellen:


Auswirkungen nach erfolgter Akkreditierung

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Qualifikation

Nach innen: Institutionalisierung der Fort- und Weiterbildung, positiver Effekt auf den Qualifikationsstand der Mitarbeiter

Nach außen: Akkreditierung schafft Vertrauen beim Auftraggeber!

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Verantwortung

Nach innen: Steigerung von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl durch Übertragung von Verantwortlichkeiten, erhöhte Mitarbeiterzufriedenheit

Nach außen: Wettbewerbsvorteile für die gesamte Organisation

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Teamgeist

Nach innen: Verbesserung des Teamgeistes durch verstärkte Zusammenarbeit (alle in einem Boot)

Nach außen: Leichtere Erschließung neuer Märkte und neuer Auftraggeber

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Weiterbildung

Nach innen: Zusatzqualifikation der Mitarbeiter, damit bessere Chancen am Arbeitsmarkt

Nach außen: Voraussetzung zur Verwirklichung strategischer Konzepte des Managements (Kooperationen, Fusionen)

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Prozessüberwachung

Nach innen: Bessere Beherrschung von bisher eher ungeregelten Prozessen (z.B. Archivierung, Bereitstellen von Literatur, Hygiene- und Arbeitssicherheit, Überwachung der technischen Einrichtungen etc.)

Nach außen: Mehr Kundenzufriedenheit durch verbesserte Kundenorientierung (effektives Beschwerdemanagement, verbesserte Kundenbetreuung, bessere Maßnahmen zur Präanalytik, optimierter Informationsfluss)

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Qualität

Nach innen: Mehr Sicherheit durch verbesserte Abläufe der internen Qualitätsstandards

Nach außen: Stärkung der Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten

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Spezialisierung

Nach innen: Verstärkung der Kernkompetenzen (»Spezialitäten«)

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Transparenz

Nach innen: Transparenz der Abläufe, daher erhöhte Einsicht der Mitarbeiter in notwendige Managemententscheidungen

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Klarheit

Nach innen: Bessere Effizienz durch klare Strukturen, Führungsinstrument für das Management

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